Summary of homepage  Überblick Dominikaner

Albertus Magnus - um 1206-1280


Albert der Grosse - Tomasso da Modena, Fresco, 1352; Treviso, Chiesa San Niccolo Unter den großen Gelehrten des Mittelalters hat Albertus Magnus eine besondere Stelle. Er ist um 1206 geboren geworden im schwäbischen Lauingen als Sohn des Grafen von Bollstadt. Rasch bekam man aufmerksam auf seiner Lehrfähigkeit. Während seinen Studien in Italien ist er Dominikaner geworden. 1223 trat er in Padua ein, in Anwesenheit des Jordanus von Sachsen, der Nachfolger Dominikus als Ordensmagister. Ab 1228 gab Albertus Unterricht in Städten wie Hildesheim, Freiburg, Regensburg, Straatsburg und Köln. 1241 sand man ihn für weitere Studien nach Paris, wo er 1245 den Grad eines magister theologiae erwarb. Zwischen 1243 und 1248 unterrichtete er in Paris, zuerst über den Sententiae des Petrus Lombardus. In Köln gehörte Thomas von Aquin zu seinen Studenten. In seinen Kölner Vorlesungen beschäftigte Albertus sich besonders mit den Schriften des Aristoteles, nicht nur die philosophischen, sondern auch die naturwissenschaftlichen Werke. Von 1254 bis 1257 war er Provinzial der deutschen Provinz der Dominikanern (Teutonia). 1260 ernannte Papst Alexander IV. ihn zum Bischof von Regensburg. Der Papst war besonders beeindruckt durch Albertus' erfolgreiche Tätigkeit als Friedensstifter in Köln. Albertus fragte und bekam 1261 seine Entlassung als Bischof. Man hatte ihm allerdings in Regensburg seinen asketischen Lebenstil übel genommen. Urbanus IV. beauftragte ihm darauf mit Predigten in Deutschland und Böhmen für die Kreuzzüge. In den Jahren 1264-1267 lebte Albertus in Würzburg, und später in Straatsburg. Ab 1270 war er wieder in Köln, wo er sich während seinen letzten Jahren besonders dem Unterricht und Studium widmete. Er war 1274 am Konzil von Lyon beteiligt. Er verteidigte seinen Schüler Thomas von Aquin nach dessen Tod gegen Angriffen auf seinen Arbeiten. Albertus starb am 15. November 1280. Sein Leichnam befindet sich jetzt im Krypta der Klosterkirche Sankt Andreas zu Köln. Im Kloster zeigt man auch einen Chormantel des 13. Jahrhunderts der einst Albertus zugehörig gewesen sei.

Als Gelehrter war Albertus nicht nur tätig im Bereich der Theologie und Philosophie, sondern er beschäftigte sich auch eingehend mit den Naturwissenschaften. Er legte große Wert auf eigener Wahrnehmung. Er schrieb Kommentaren zu vielen aristotelischen Werke. Beim Studium der Arbeiten des Aristoteles nam er auch Bezug auf den Kommentaren des spanischen islamitischen Philosoph Averroes (Ibn Rush, 1126-1198). Die moderne kritische Ausgabe der Werke des Albertus umfasst mehr als vierzig Teile. Diese Ausgabe ist noch unvollendet. Sein Ruhm zeigt sich auch durch die Zahl der Arbeiten die ihm fälschlich zugeschrieben geworden sind. Man hat Albertus Magnus 1622 seliggesprochen. 1931 ist er kanonisiert geworden. Papst Pius XI. hat ihn zugleich auch zum Patron des Friedens und der Wissenschaft ernannt. Weiter gab er ihm den Titel eines Kirchenlehrers. In der Kunst bildet man Albertus unterschiedlich ab, entweder als Dominikaner oder als Bischof. Der Statue beim Hauptgebäude der Kölner Universität zeigt ihn sehr zutreffend mit einem geöffneten Buch auf dem Schoß und sein Blick zur Welt gerichtet. Diese Haltung paßt gut zu diesem von seinen Zeitgenossen schon als "Doctor Universalis" bezeichneten Mann. 

Auf dieser Seite findet man mehrere Themen. Einige bibliographische Beiträge erschliessen die wissenschaftliche Literatur über Albertus Magnus. Seine Werke sind teilweise nur in älteren Editionen zugänglich. Man hat aber einige Werke übersetzt. Es folgt eine Auswahl des modernen Schrifttums. In der nächsten Abschnitt handelt es sich um die Ikonographie des Albertus. Am Ende dieser Netzseite finden Sie einige Links mit weiteren Auskünfte zum Albertus Magnus. 

Editionen   Übersetzungen   Studien   Ikonographie    Links

Bibliographie

Einleitung   Editionen   Übersetzungen   Studien   Ikonographie   Links

Editionen

Als unentbehrlicher Wegführer zu den mehr als siebzig authentischen Werke des Albert des Grossen dient die folgende Studie : Winfried Fauser, Die Werke des Albertus Magnus in ihrer handschriftlichen Überlieferung I, Die echten Werke (Münster 1982). Dieses Buch gehört zu den Leistungen der Forschung im Rahmen des Albertus-Magnus-Institut in Bonn.

Einleitung   Bibliographie   Übersetzungen   Studien   Ikonographie   Links

Übersetzungen

Einleitung   Bibliographie   Editionen   Studien   Ikonographie   Links

Studien (chronologisch geordnet) - eine Auswahl

Einleitung   Bibliographie   Editionen   Übersetzungen   Ikonographie   Links

Ikonographie

Einleitung   Bibliographie   Editionen   Übersetzungen   Studien   Links

Links

Einleitung   Bibliographie   Editionen   Übersetzungen   Studien   Ikonographie  
Oben  Summary of homepage  Überblick    ov - 5. Juni 2015