Summary of homepage  Overview  Utrecht

Einige meiner rechtshistorischen Interessen

Neben den allgemeinen rechtshistorischen Informationen möchten Sie vielleicht auch etwas erfahren von meinen eigenen Interessen. Meine Forschung und Aktivitäten betreffen die folgenden Themen:

Zum Schluss noch einige meiner Publikationen. Zu meinen übrigen historischen Interessen gehören die Stadt und das Bistum Utrecht und die Dominikaner.

Nicolaus Everardi


Nikolaus Everardi (auf Niederländisch: Nicolaas Everaerts) (1462/1463-1532), ein Jurist aus Grypskerke bei Middelburg in Seeland, war Präsident des Hofs von Holland zu Haag (1510-1528) und des Grossen Rats in Mecheln (1528-1532). Vorher war er Offizial (kirchlicher Richter) für die Bischof von Cambrai gewesen und Professor der Rechte an der Universität Löwen. 1516 erschien sein Handbuch zur juristischen Argumentation, der "Topicorum sive de locis legalibus liber" (Löwen: Dirk Martens). Sein Buch ist bis der Mitte des 17. Jahrhunderts nachgedruckt geworden. 1554 erschien eine Sammlung mit 247 Gutachten unter dem Titel "Responsa sive consilia Domini Nicolai Everardi de Middelburgo..." (Löwen: Sassen und Birckmann). Hier ein Teil eines ungedruckten Gutachten. Everardi präsentierte mehr oder wenig systematisch den mittelalterliche Doktrin zur juristischen Argumentation. Sein Buch war zugleich gemeint für Studenten und für Juristen im Praxis.

Literatur zum Everardi

Everardi   Konsilien   Dekretalensammlungen   Juristen im Spätmittelalter   Publikationen

Mittelalterliche juristische Gutachten


Mittelalterliche juristische Gutachten, meistens Konsilien genannt, haben eindeutig meine Interesse. Sie ziehen mich als Historiker an, denn in diesen Quellen wird die Doktrin faktisch benützt für die Lösung juristischer Fallen die der mittelalterlichen Gesellsschaft entstammen. Oft bieten sie ein faszinierendes und manchmal ein einzigartiges Bild dieser Welt. Anderswo finden Sie mehr zu den mittelalterlichen Konsilienpraxis. Auch für die Niederlanden erhälten die Archiven derartige Gutachten.

Literatur zu den mittelalterlichen Konsilien (Auswahl)

Everardi   Konsilien   Dekretalensammlungen   Juristen im Spätmittelalter   Publikationen

Die Dekretalensammlungen des 12. Jahrhunderts


Die Dekretalensammlungen des 12. Jahrhunderts sind auch ein Thema das mir interessiert. Dekretalen, päpstliche Urteile in Briefform zu Fallen des kanonischen Rechts, haben eine komplizierte Überlieferungsgeschichte ehe sie in den großen päpstlichen Sammlungen ihre Stelle bekommen haben, wie im Liber Extra des Gregors IX. in 1234, und 1298 im Liber Sextus des Bonifaz VIII. Die frühe private Sammlungen bilden ein schwieriges aber spannendes Forschungsgelände, für den das Institute of Medieval Canon Law, gegründet durch Stephan Kuttner,"decretal_example.htm">Beispiel einer Dekretale in einer frühen Sammlung.

Literatur zu den Dekretalensammlungen des zwölften Jahrhunderts

Everardi   Konsilien   Dekretalensammlungen   Juristen im Spätmittelalter   Publikationen

Juristen des Spätmittelalters


Bei den Juristen des Spätmittelalters konzentriere ich mich auf Ludovicus Pontanus de Roma (1409-1439) und Nicolaus de Tudeschis (1386-1445). Pontanus hatte eine sehr abwechlungsreiche Karriere während  einem kurzen Leben. Trotzdem schrieb er viele Werke, unter anderen viele Hunderte Konzilien, hier ein Beispiel. Mein Aufsatz erzählt vieles von ihm. De Tudeschis ist viel berühmter als Pontanus. Beide haben unterrichtet in Siena und waren beim Konzil von Basel.  De Tudeschis war Abt einer sizilianischen Benediktinerabtei und letztendlich Erzbischof von Palermo. Ich habe auch geschrieben über Giacomo Alvarotti und Baldus de Ubaldis.

Literatur zu Nicolaus de Tudeschis

Everardi   Konsilien   Dekretalensammlungen   Juristen im Spätmittelalter   Publikationen

Einige meiner Publikationen

Everardi   Konsilien   Dekretalensammlungen   Juristen im Spätmittelalter   Publikationen


Oben  Summary of homepage  Überblick   ov - Mai 2020